Mikrokreditprogramme - ein Instrument der Partnerschaftsarbeit für Verbände und Gemeinden?

Mikrokreditprogramme sind ein Instrument der Entwicklungspolitik, das spätestens seit 2006 deutlich an Popularität gewonnen hat. Damals gewannen Muhammad Yunus und seine Grameen Bank den Friedensnobelpreis für ihre Bemühungen um die „wirtschaftliche und soziale Entwicklung von unten“. Dabei ist die Idee der Mikrokredite schon vor 150 Jahren mit dem Genossenschaftsmodell entwickelt worden.

Doch Mikrokredite sind nicht ganz unumstritten. Immer wieder wurde vom Problem der Überschuldung von Kleinst-KreditnehmerInnen, nicht nur durch Kredithaie, sondern auch durch Mikrofinanzinstitute berichtet, welche die Menschen in eine noch größere Armut treiben würden.

Angesichts dieser Diskussionen soll bei der Fachtagung der aktion hoffnung mit kompetenten Referentinnen und Referenten aus dem Senegal und Deutschland die Frage diskutiert werden, welche Chancen und Risiken Mikrokredite in der Entwicklungszusammenarbeit mit sich bringen.

Es werden unter anderem Abbé Ambroise Tine, der Generalsekretär von Caritas Senegal und Präsident des Mikrofinanzinstituts Caurie sowie Dr. Birgit Galemann, Beraterin für Finanzsystementwicklung in Entwicklungsländern dabei sein.

Vor allem soll geklärt werden, ob derartige Programme ein Instrument der Partnerschaftsarbeit für Verbände, Kirchengemeinden und andere Gruppierungen sein können.

Sie sind herzlich dazu eingeladen, an dieser spannenden Diskussion teilzuhaben und mehr über ein populäres Instrument der Entwicklungszusammenarbeit zu erfahren.

Ort

Haus der katholischen Akademie Stuttgart-Hohenheim
Paracelsusstraße 91

Stuttgart, 70599

No votes yet