Die AnStifter
Die AnStifter
Nichts ist so stark wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist
Victor Hugo zu Hartmut Mehdorn
In der Reihe „Bürger bewegen“ stellen wir heute Die AnStifter vor, ein inzwischen über Süddeutschland hinaus bekanntes Bürgerprojekt. Gabriele Souchy sprach in Stuttgart mit
Gabriele Souchy: Die Arbeit der AnStifter macht neugierig und von sich reden. Der Stuttgarter Friedenspreis, die LeseZeichen, Projekte gegen Gewalt und Vergessen, verlegerische Initiativen wie die Fritz-Lamm-Biografie oder das Buch der Stolperstein-Initiativen, das Harald Stingele und die AnStifter herausgegegen haben, eine kritische Filmreihe von Ebbe Kögel in den Arthaus-Kinos oder die „kulturelle“ Zuarbeit für das Bohnencafe, in dem behinderte und nichtbehinderte Menschen arbeiten, eine Stiftung schließlich: Was ist denn kennzeichnend für den offensichtlichen Erfolg dieser AnStifter?
vernetzen, sich einmischen und andere dazu anzustiften - tägliche Praxis also, die offen ist für ganz unterschiedliche Menschen - hammern statt jammern.
Gabriele Souchy: Sie sagen: „In vielen gesellschaftlichen Bereichen verfestigen sich bürokratische und hierarchische Strukturen.“ Was ist gemeint?
an Mitgliederschwund, Geld, Engagement, Perspektiven. Aber: wo Mitarbeit und Kritik unverzichtbar wären, machen die Mitglieder ‚die Fliege’. Sie haben das Gefühl, nicht mehr gebraucht zu werden und sie sagen: Gefragt waren wir eh’ nur als Zahler.
Tatsächlich werden die Möglichkeiten der Partizipation in vielen Verbänden, auch in den Parteien, immer bescheidener. Auch ganz oben, sagen Abgeordnete, ‚dürfen wir immer mehr nur noch abnicken’. Das wird gesellschaftlich wahrgenommen und führt zu Resignation. Andererseits suche viele nach Alternativen im Alltag, nach Möglichkeiten, sich zu engagieren, „etwas zu tun“, jenseits solcher Verfestigungen.
Gabriele Souchy: ... und da haben Sie und die AnStifter ein Patentrezept entwickelt?
Gabriele Souchy:
www! Ich glaub', ich komm
